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Mittwoch, 26. April 2017

MMM - Jeans-Latzkleid

Auch in dieser Woche kann ich leider keine luftig-leicht-beschwingte Frühjahrskleidung zeigen – das Wetter spielt einfach nicht mit. Statt Biergarten oder Eiscafé reicht es nur für Indoor-Sport und/oder Stricken im kuschelig warm geheizten Wohnzimmer. Der Vorteil der Kälte ist, dass ich mein neues Jeans-Latzkleid cool mit Lederjacke und Netzstrumpfhose stylen kann.

Letzte Woche habe ich inspiriert von irgendeiner Frauenzeitschrift – ich glaube Brigitte – ein Latzkleid aus Jeans genäht. Das Kleid war in der Zeitschrift sehr figurbetont, was ich schon mal gleich für mich ausgeschlossen habe. Ich habe den Schnitt Cleo gewählt. Die im Schnitt vorgesehene Knielänge habe ich nochmal um einige Zentimeter verlängert, den Schlitz aber in der vorgesehenen Höhe belassen. Außerdem habe ich an den Seiten etwas enger genäht. Der schöne Jeansstoff ist von Stoff und Stil und hat nur wenig Elasthan. Ebenfalls von Stoff und Stil ist das kupferfarbene Jeans-Absteppgarn.










Das Nähen des Latzkleides hat sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich vergessen hatte, das Absteppen mit meiner Ersatzmaschine zu erledigen – wäre um einiges zeitsparender gewesen. Aber der Nähaufwand ist bei dem Kleid ja überschaubar. Fazit: Ich liebe mein neues Jeans-Latzkleid und werde auf jeden Fall im Herbst noch 1-2 Cord-Varianten nähen...

Und jetzt bin ich gespannt, was es beim MMM wieder an tollen Schnitten, Stoffen und Styling-Ideen zu entdecken gibt. Heute führt dort Carola als Gastbloggerin den Reigen der gut gekleideten Schneiderlein an.

Mittwoch, 12. April 2017

MMM - Brenna Coat

Heute bin ich beim MeMadeMittwoch mit meinem neuen Brenna Coat dabei. Wobei es sich dabei eher um eine Jacke als einen Mantel handelt, zumindest wenn man – wie ich – etwas wenig Stoff zur Verfügung hat. Die Jacke habe ich am letzten Samstag genäht und da sie ohne Verschlüsse und Bügeleinlagen verarbeitet wird, ist es ein recht schnelles Projekt.

Vernäht habe ich einen ganz leichten Wollstoff mit Leinenanteil aus dem letztjährigen Sommer-Sale einem grau-lila-mauve-wasauchimmer Ton. Damit komme ich dann auch gleich zu einem kleinen Problem der Jacke: sie knittert. Vor allem im Rücken sieht das nicht ganz so toll aus, aber egal – Leinen knittert halt. Ein weiteres Manko sind die Taschen, die ich wie von der Anleitung gewünscht aus Futterstoff genäht habe und die man jetzt sieht. Also hier besser den Oberstoff verwenden. Außerdem fehlt mir irgendwie ein Stückchen Beleg am hinteren Halsausschnitt – vielleicht habe ich aber auch die (englische) Anleitung oder Schnittkonstruktion nicht verstanden. So wie ich es gemacht habe, lugt jetzt am Übergang auf beiden Seiten ein winziges Stück Futter hervor… Dafür habe ich zwei rechteckige, etwas breitere Stoffstreifen übrig, von denen ich keine Ahnung habe, wo ich sie hätte hinnähen sollen… Und da mein Stoff wirklich sehr knapp bemessen war, musste ich bei den Ärmeln stückeln.

Trotz allem bin ich mit der Jacke sehr zufrieden. Sie ist eine geniale Übergangs- und mal eben überwerfen-Jacke









Beim MMM gibt es auch an diesem Mittwoch wieder tolle selbst genähte und/oder gestrickte Kleidung zu bewundern, heute vorgestellt von Dodo in einem wunderschönen DIY-Komplett-Outfit. 

Mittwoch, 5. April 2017

Frühlingserwachen

 Endlich schaffe ich es wieder, mich beim MeMadeMittwoch zu verlinken – Yippie! In den letzten Wochen scheiterte dies leider wegen nicht vorzeigbarer Fotos. Aber beim heutigen Motto-MMM „Frühlingserwachen“ wollte ich unbedingt dabei sein.

Und zwar mit einem frühlingshaften Tulpenkleid. Der wunderschöne Viskose-Stoff von Fashion for Designers ist ein Geschenk von Frau Machenstattkaufen – vielen, vielen Dank nochmal! Genäht habe ich den Schnitt Burda 7034V . Wie immer bei Burda-Schnitten, war im Rücken viel zu viel Stoff, aber das ist ja eigentlich kein Problem. Das Problem habe ich mir selbst hergestellt, indem ich – warum auch immer, habe ich auch noch nie so gemacht – die Anpassung über die mittlere Reißverschlussnaht gemacht habe, ohne dass die Ärmel eingesetzt waren. Und ich habe viel Stoff weggenommen, soviel, dass nach dem Einsetzen der Ärmel keine Bewegung mehr möglich war. Also ist mein Kleid jetzt ärmellos und an den Armausschnitten mit einem dunkelroten Schrägband eingefasst. Finde ich jetzt nicht weiter schlimm, ich trage sowieso gerne Jäckchen...







Wie andere HobbyschneiderInnen das Motto interpretiert haben, gibt es hier zu entdecken. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf die vielen tollen frühlingshaften Outfits.

Mittwoch, 1. März 2017

MMM in neuer Hose/Bluse

Ich habe es endlich geschafft, wieder mal eine Hose zu nähen. Komischerweise habe ich das lange vor mir hergeschoben und einige Kleider genäht, obwohl ich eigentlich dringender 1-2 Hosen brauche. Am Rosenmontag habe ich mich aufgerafft und mir ist dann auch der Grund für das Aufschieben wieder eingefallen: So eine Hose erfordert einfach - zumindest an mir - viel Anpassungsaufwand. Die fünf Hosennähte habe ich jeweils 4 mal genäht - jedes Mal ein kleines bisschen enger. Im Nachhinein wäre es deutlich einfacher gewesen, eine kleinere Größe mit etwas mehr Nahtzugabe als Ausgangsbasis zu wählen…

Genäht habe ich Burda 7123 mit normalem Bund aus einem schwarzen Hosen-/Rockstoff mit sehr wenig Elasthan. Den Stoff habe ich letzten Oktober auf dem Tauschtisch der AnNäherung Süd in Würzburg abgegriffen – vielen Dank an die Spenderin!

Nach der Verschmälerungsorgie an der Hose habe ich mir dann noch mein Energieüberschusskleid vorgenommen und auf Blusenlänge gekürzt. Kleben tut es - wie man sieht - immer noch, aber so als Bluse stört es mich nicht mehr. Zusammen ergibt das Ganz dieses Bürotaugliche Outfit:










Die Hose erweist sich nach ein paar Tragestunden nach wie vor als ein wenig zu groß. Da aber der Stoff sehr wenig Elasthan hat, würde ein weiteres Engernähen deutlich zu Lasten des Komforts gehen – und Bücken wäre dann auch nur schwer möglich…

Hier beim MMM gibt es auch am heutigen Aschermittwoch wieder viele tolle selbst geschneiderte Kleidung zu bewundern. Mema führt den Reigen in einem wunderschönen ersten Sommer-/ Reisekleid an und schürt damit die Vorfreude auf wärmere Tage.

Mittwoch, 15. Februar 2017

too much energy..

... hat mein neues Helmi-Dress von Named Patterns!

Mein erstes Probe-Helmi habe ich letzte Woche aus einem etwas dickeren Plastik-Karostoff genäht und dabei dummerweise das Aufeinandertreffen der Karos bei den Ober- und Unterteilen des Kleides nicht berücksichtigt. Und so ist ein Versatz von ca. 0,5 cm vom Oberteil zum Rockteil entstanden, was nun etwas merkwürdig aussieht. Außerdem ist der Stoff etwas zu schwerfällig und das Kleid eine Nummer zu groß. Aber mit langer Jacke drüber finde ich es trotzdem noch tragbar.

Am Wochenende habe ich nun das „richtige“ Kleid in einer kleineren Größe zugeschnitten und genäht. Es hat alles super funktioniert bis auf die Knopflöcher, die meine Maschine zumindest momentan einfach nicht vernünftig nähen will. Also mussten Kam Snaps ran. Das Kleid hat mir schon sehr gut gefallen und voller Vorfreude habe ich es übergezogen – und hatte einen klebrigen Stofffetzen um mich. Der Stoff lädt sich elektrostatisch auf und klebt am Körper, an Strumpfhosen, Unterröcken und überhaupt allem fest!! Eigentlich war ich überzeugt, bei dem Rest, den ich vor Jahren mal bei Karst.dt gekauft habe, handelt es sich um eine wunderbare Viskose-Webware mit lila-schwarzem Krawattenmuster. Hm, die Aufladung spricht eher nicht dafür… Also habe ich das Teil erstmal in die Waschmaschine gesteckt und mit Bügelhilfe gebügelt, in der Hoffnung, damit diese Aufladung in den Griff zu bekommen. Und tatsächlich, heute morgen beim Anziehen war alles gut. Aber leider musste ich für den Weg zur Arbeit einen Wollmantel überziehen und als ich im Büro ankam, war ich - wie man sieht - wieder voll aufgeladen...








Da mich diese Kleberei extrem nervt, werde ich wohl aus dem Kleid eine Bluse machen und das Vorderteil in die Hose stopfen. Und ein drittes Helmi Dress nähen, denn den Schnitt mag ich. Irgendwie lässig, cool und gut kombinierbar. Stay tuned…

Und schaut schon einmal beim MeMadeMittwoch vorbei, der heute zum letzten Mal von Lucy in einem tollen Wollmantel präsentiert wird. Auch Dir, liebe Lucy, vielen vielen Dank für die Arbeit und das Herzblut, das Du in den MMM gesteckt hast!

Mittwoch, 1. Februar 2017

MMM 03/2017


Der Januar war nähtechnisch gesehen semi-erfolgreich. Es gibt ein paar Projekte, die mich nicht so richtig überzeugen oder die ich noch einmal überarbeiten müsste. Exemplarisch sei mal der Maxi-Mantel, ein Talvikki-Sweater und ein gelbes Kleid aus der aktuellen La Maison Victor genannt. Alles keine Teile für die Tonne, aber eben auch nicht so, wie ich sie mir vorgestellt habe. Fragt sich, woran das liegen könnte. Ich werde kaum über den Jahreswechsel meine Nähfähigkeiten eingebüßt haben, also muss das Problem woanders liegen. Vielleicht haben sich meine Wahrnehmung und/oder meine Ansprüche geändert und es ist an der Zeit, mein bisheriges Vorgehen mal zu überdenken und an der einen oder anderen Stelle anzupassen. Als bekennende Nähschlampe bin ich bei vermeintlichen Kleinigkeiten nicht so genau, muss dann aber mit nötigen Anpassungen oder Ungenauigkeiten leben. Vielleicht hat sich dieses Vorgehen überholt? Es besteht höchst wahrscheinlich keine Gefahr, dass ich künftig Pingel-Inge Konkurrenz mache, aber genaues Abmessen der Nahtzugabe oder Passzeichen übertragen wäre ja mal ein Anfang...  Davon abgesehen fehlt mir aber gerade auch ein wenig das Gefühl, in welcher Kleidung ich mich wohlfühle und ich momentan als zu mir passend betrachte. Also probiere ich noch ein bisschen herum und halte Euch auf dem Laufenden…

Heute aber erst einmal ein „alter Hut“, sprich mein Weihnachtskleid 2015. Aus taupe-farbener Elastik-Spitze und hellbraunem dünnen Wolljersey habe ich ein Kleid nach dem Schnitt Ella
genäht. Ich habe Ober- und Unterkleid getrennt verarbeitet und nur am Halsausschnitt und in der Taille verbunden. Leider hat der Stoff nur für Ärmel bis zum Ellbogen gereicht, aber dank des kuscheligen Wolljerseys ist es mit Strickjacke drüber trotzdem im Winter tragbar.







Tolle selbst genähte/gestrickte Kleidung gibt es auch heute wieder beim MeMadeMittwoch zu bestaunen, wo Karin heute leider zum letzten Mal als Crew-Mitglied vortanzt. Liebe Karin, vielen Dank für die viele, viele Arbeit und das Herzblut, das Du in den MMM gesteckt hast - schade, dass Du das Team verlässt! Dies gilt natürlich auch für die übrigen beiden "Aussteiger" - Ihr habt das alle ganz toll gemacht und uns jeden Mittwoch diese wunderbare Plattform geboten- danke!

Mittwoch, 18. Januar 2017

MMM 02/2017


Der Alltag hat uns wieder – auch beim MMM startet heute wieder der ganz „normale“ Reigen der selbst genähten Kleidungsstücke. Ich starte heute mit so einem typischen Beispiel extrem hoher Erwartungen, die der Realität nicht ganz stand halten. Auf der anNÄHerung am letzten Wochenende habe ich den Hüllenmantel aus der Dezember-Burda aus dem Originalstoff genäht und habe ihn mir einfach wunderbar vorgestellt. Nun, das Ergebnis überzeugt mich nicht ganz… Der Mantel ist easy zu nähen, erfordert aber – zumindest bei diesem Stoff – einige zeitintensive Handnähte. Der Saum, der Kragen, die Manschetten und die Belege sind von Hand festgenäht und dauern halt einfach. Die Taschen sind in der Tat riesig (!!) und da der Stoff so wunderbar weich ist, beulen sie auch. Auf den Gürtel habe ich verzichtet, diese Stoffmassen um die Taille zu schnüren geht optisch gar nicht. Irgendwie fremdele ich mit diesem Mantel, kann aber nicht festmachen, woran es genau liegt. Klar, der Mantel ist riesig und durch das große Karo nicht gerade unauffällig. Vielleicht hatte ich mir aber auch von dem Stoff mehr versprochen oder meine Vorstellung war einfach unrealistisch. Aber so ist das ja oft mit überzogenen Erwartungen... Hier kommen jetzt erstmal Fotos:








Unter dem Mantel trage ich Karl aus einem dünneren Scuba-ähnlichen Stoff vom Stoffschrottplatz in Münster. Leider habe ich vor dem Nähen die (Quer)-Elastizität nicht genau geprüft und bin dann bei der Anprobe mit dem Kopf stecken geblieben. Keine Chance, den Rollkragen über den Kopf zu bekommen! Da mir das Kleid aber gut gefallen hat, habe ich quick and dirty einen kleinen Streifen in den Kragen eingefügt und gehofft, dass dies bei dem schwarzen Stoff nicht so sehr auffällt. Jetzt passt der Kopf durch, aber ich müsste den Rollkragen eigentlich noch 2 cm kürzen, im Moment staucht er etwas unter dem Kinn. Außer der selbstverschuldeten Streifeneinfügung habe ich nichts verändert und auch die Originallänge gelassen. Zusammen mit dem Mantel also ein kompletter Maxi-Look…



Und jetzt ab zum MeMadeMittwoch, der heute von Luise in einem ganz wunderbaren Rock angeführt wird.