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November-Wetter Sew-Along - 2. Treffen


Heute treffen wir uns bei Frau Küstensocke zum zweiten Teil des November-Wetter-Sew-Along zu der Frage "Erst der Schnitt, dann das Material oder andersrum?".

Ich kann diese Frage gar nicht eindeutig oder generell beantworten. Es gibt Stoffe, die kaufe ich, ohne schon einen Schnitt im Kopf zu haben, weil ich sie von Material/Farbe/Muster her toll finde. Oder die ich bei einem Besuch in einem der allseits bekannten und beliebten Outlets in Gütersloh, Schwarzach oder Münster-Wolbeck erbeutet habe. Hier kann es allerdings auch schon mal passieren, dass diese Stoffe im Schrank landen und mehr oder weniger lang auf ihren Einsatz bzw. den passenden Schnitt warten. So geschehen bei dem Stoff für den geplanten Mantel, ein sehr schöner dunkel rotbrauner Wollstoff mit passendem Futter aus dem Outlet von Réné Lezard.


Bei meinem zweiten Projekt war zuerst der Wunsch da, unbedingt eines von diesen Scarf Print-Kleidern zu nähen. Die Stoffsuche hat einige Zeit in Anspruch genommen, bei den üblichen Verdächtigen wie Stoff+Stil, Stoffe.de etc. war nichts dergleichen zu finden. Aber schließlich habe ich einen tollen Viskosestoff bei The Sweet Mercerie gefunden.


Aus diesem Stoff möchte ich ein Midi-Hemdblusenkleid nähen, 2,50 Meter habe ich dafür zur Verfügung. Einen Schnitt habe ich noch nicht, er sollte auf jeden Fall nicht zu trutschig (also kein Retroschnitt) und nicht so eng sein. Ich liebäugele mit diesem Schnitt aus der Oktober-Knip, aber mangels holländischer Sprachkenntnisse hätte ich keine Anleitung (ok, ich halte mich meistens eh nicht so dran, aber so gar nichts??). Falls also jemand noch Vorschläge für einen Schnitt hat, wäre ich sehr dankbar 😄

Ganz oft entdecke ich aber auch einen Schnitt, für den ich nicht den passenden Stoff im Schrank habe und daher ganz gezielt einkaufe. Dies liegt dann meist auch daran, dass ich nicht die richtige Stoffmenge vorrätig habe. So liebäugele ich auch noch sehr mit diesem Kleid aus der aktuellen Burda, für das ich natürlich keinen Romanit o.ä. im Lager habe. Bislang habe ich standardmäßig eigentlich immer 2 Meter gekauft, für Midi-, Rüschen- oder Kleider mit üppigen Ärmeln oder weitem Rockteil reicht das aber nicht. Also versuche ich mittlerweile, bei "Vorratsstoffen" mindestens 2,50 Meter einzukaufen.

Und hiermit wäre ich dann auch bei meinem Tipp: Bei Stoffeinkäufen ohne festgelegten Schnitt am besten 2,50 oder 3,00 Meter kaufen, dann hat man etwas mehr Spielraum bei der Schnittauswahl.

Ich bin sehr gespannt, was die übrigen November-Näherinnen an Plänen, Tipps und Vorgehensweisen haben. Und ganz  besonders freue ich mich schon auf das nächste Treffen am 22.10.18, da geht es ganz konkret um die einzelnen Projekte und den Zuschnitt.

Zuletzt noch der Hinweis, dass ich im Text auf Schnittmuster, Zeitschriften und Bezugsquellen verweise und/oder verlinke und dieser Post daher als Werbung betrachtet werden kann. Ich nennen diese Quellen jedoch lediglich zur ausführlichen Information meiner Leser, ich erhalte hierfür keine Vergütung oder sonstigen Vorteile. 











Kommentare

  1. Wie schön, dass Du auch dabei bist!!! Ich persönlich kann ja nur abraten mal eben 2,50 oder 3 Meter Stoff zu kaufen, wenn man noch nicht weiss was es wird .... und nach ein paar Jahren hat man 300 Meter Stoff am Lager und findet sich nicht mehr durch ;-) (meine ganz persönliche Geschichte)
    Du hast jedenfalls tolle Stoffe am Start und ich drücke die Daumen für gutes Gelingen der Projekte! LG Kuestensocke

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  2. Da bin ich ja mal sehr gespannt! Besonders auf das Kleid!
    Liebe Grüße
    Sabine
    (die ihre spontane Stoffkaufmenge aus den gleichen Gründen auch auf 2,5/3 Meter erhöht hat....)

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  3. Hi, auch wenn ich es selbst noch nicht genäht habe, weiß ich, dass Named einen Schnitt für ein Hemdblusenkleid hat: https://www.namedclothing.com/shop/reeta-midi-shirt-dress/
    Das wäre zumindest Englisch :-) Ansonsten bin ich sehr gespannt, wie es bei Dir weitergehen wird! Liebe Grüße! Karin

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