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MMM 05/2016

Beim heutigen MMM zeige ich meine neuen working horses (Danke für die Metapher, liebe Alex ). Ich habe in letzter Zeit vermehrt festgestellt, dass genau solche, eher unspektakulären und fast schon langweilig anmutenden Basic-Kleidungsstücke meinen Arbeitsalltag doch sehr erleichtern. Dies sind Kleidungsstücke, die ich ohne großes Nachdenken morgens aus dem Schrank ziehen und vielfältig kombinieren kann. Rock und Bluse zusammen mit schwarzem Blazer, grauer Strickjacke oder Lederjacke. Oder jeweils einzeln mit verschiedenen Unter-/Oberteilen. Und selbst bei akutem Zeitmangel durch Verschlafen bin ich damit innerhalb von 5 Minuten angezogen – und das für (fast) alle Gelegenheiten. In unserem Großkonzern z.B. gibt es für verschiedene Arbeitssituationen (Veranstaltungen, Workshops, Freitage) verschiedene Kleidungsempfehlungen – sprich Dresscodes: business, business casual, smart casual, casual. Tja, man sieht, wir arbeiten in einem internationalen Konzern, der sich sehr um seine Mitarbeiter bemüht und auch bei der Kleidung gerne mal eine Hilfestellung gibt ;-) Wie auch immer, die working horses passen immer und machen alles mit.

Fotoshooting heute wieder von Frau Machenstattkaufen - vielen Dank!!









Die Bluse ist nach dem Schnitt York aus einem tollen Stoff vom Tauschtisch in Bielefeld genäht. Er fällt sehr schön, fühlt sich super an und ist der stoffgewordene Nähalptraum. Der Stoff führt quasi ein Eigenleben und wehrt sich vehement gegen jeglichen äußeren Eingriff - Stecknadeln und Markierungen inklusive. Von daher war dieser simple Schnitt das äußerste, was ihm zu entlocken war. Gegenüber meiner ersten York-Version, die leider unmittelbar nach Fertigstellung Opfer einer heimtückischen Bügeleisen-Attacke wurde, habe ich hier nochmal etwas angepasst: kleinere Größe zugeschnitten, Abnäher 2 cm nach oben verlegt und den Ausschnitt nach oben und zu den Schultern hin verkleinert. Beim nächsten Mal werde ich den Ausschnitt noch weiter verkleinern, damit das Gezuppel aufhört und die Verschlusslösung (hinten) auch einen Sinn macht.

Der Rock ist aus einem Reststück eines eher dünnen Steppjerseys von Alfatex und basiert auf einem Rockschnitt aus einer alten Burda aus 2003. Der Schnitt ist super easy, vorne und hinten je zwei Abnäher, gerader Schnitt, hinten einen Reißverschluss und natürlich einen Bund. Angepasst auf Jersey bedeutet das: Vorder- und Rückteil im Stoffbruch zuschneiden, seitlich enger und nach unten eingestellt nähen, Jerseybund und gesäumt mit der Zwillingsnadel – fertig in einer Stunde.

Fazit: Ich brauche mehr solcher „Arbeitstiere“ und weniger spektakuläre Solisten in meinem Kleiderschrank. Damit oute ich mich auch gleichzeitig als heimlicher Brot- und Butter-Näher und träume weiter von der capsule wardrobe…

Inspirationen gibt es wieder jede Menge beim MeMadeMittwoch, heute vorgestellt von Katharina in einem wunderschönen Mantel mit Kapuze.

Kommentare

  1. Diese Bluse bringt Schwung in jedes Outfit! Toll zum Blazer und zum Rock. LG Kuestensocke

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  2. Ich finde den rückwärtigen Ausschnitt auch ohne tragende Funktion sehr hübsch! Trotz aller stofflichen Schwierigkeiten ist die Bluse prima geworden. Guter Partner zu den Kombiwundern Rock und Jacke. (Sind die Jackenärmel absichtlich so lang?)
    Bis bald,
    Petra

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  3. Ich denke, mit dieser Kombination bist bist Du dem Dresscode gewachsen. Diese eigenständigen Stoffe können einem schon das Leben schwer machen. Aber, Du hast den Stoff bewältigt. Bravo!!
    Liebe Grüße Epilele

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